Seit Juni 2024 entstanden kleinformatige Farbklangbilder, deren Systematik darauf beruhen, über einen bestimmenden Farbton erzeugten einfarbigen Verlaufshintergrund, als Grundakkord gewissermaßen, darauf tänzeln mehr oder weniger aufwendige, graphitfarbene bis schwarze Linienbilder. Feine Linienbündel erzeugen abwechslungsreiche Figuren oder bilden eine rhythmische Melodienfolge. Wie ein kleines Musikstück.
Zahlreiche Schichtungen von Schraffuren ergeben erst durch die Verdichtung der grafischen Linien eine malerisch anmutende Fläche in intensiver Farbigkeit. Die einzelnen Bilder der Serie tragen (in der Regel) die Namen der Farben als Titel. Bereits diese Farbbezeichungen erzeugen Klänge und eigene Assosationen.
Im größeren Format wird die Komposition der abstrakten Zeichnungen vielmehr von der Wucht der gestischen Bewegung bestimmt. Von sanften, zarten Aufwärtsbewegungen hin bis zu ausladenden, heftigen, aggressiven Schmissen, wo sich die Dynamik der ganzen Körperbewegung des Zeichners niederschlägt.


